Aus dem  
Endlich 16 - Zeit für die Titelbescherung
EISKUNSTLAUF: Mannheimerin Katharina Häcker will ihren Vorjahreserfolg wiederholen
 
Katharina Häcker ist ein echtes Weihnachtskind. Am 25. Dezember feierte die deutsche Meisterin im Eiskunstlaufen ihren 16. Geburtstag. Die sportliche Bescherung soll jedoch erst im neuen Jahr erfolgen: Bei den deutschen Meisterschaften vom 3. bis 5. Januar in Oberstdorf will die Läuferin des Mannheimer ERC erneut triumphieren. Im Erfolgsfall darf Katharina Häcker Deutschland bei der Europameisterschaft in Schweden vertreten. "Die EM ist mein großes Ziel in dieser Saison", sagt die Schülerin. "Ich fühle mich im Moment sehr gut und denke, dass ich meinen Titel verteidigen kann."

Der EM-Start wäre ein Ausgleich für das Verpassen der Olympischen Spiele in Salt Lake City. Sportlich hatte sich Katharina Häcker zwar qualifiziert, aber mit damals 15 Jahren war sie zu jung für eine Teilnahme. "Das hat sehr weh getan, aber ich habe mich damit abgefunden", erklärt sie. Falls die Mannheimerin in Oberstdorf den Sprung auf Platz eins verfehlen sollte, hat sie gute Chancen, als "EM-Ersatz" im Februar zur Junioren-Weltmeisterschaft nach Ostrau (Tschechien) zu fahren. Die erste Qualifikation dafür vor ein paar Wochen hat sie souverän gewonnen, die zweite folgt nach den deutschen Meisterschaften.

Aber Katharina Häckers Meisterschaftschancen sind gut. "Nach einer Krise zu Beginn des Jahres 2002 hat sie sich wieder gefangen", sagt ihr Trainer Peter Sczypa. "Sie hat sehr gute Chancen auf die Titelverteidigung." Zumal eine der härtesten Konkurrentinnen, ihre Vereinskameradin Christiane Berger, wegen einer Verletzung am Fuß ausfällt. Zu den schärfsten Rivalinnen gehören jetzt Annette Dytrt und Susanne Stadlmüller.

Als Titelverteidigerin darf Katharina Häcker zum ersten Mal gewisse Privilegien in Anspruch nehmen. So startet sie in Oberstdorf als Letzte in den Wettbewerb. "Das kann ein großer Vorteil sein. So können wir die Konkurrenz beobachten und am Ende entscheiden, wie wir taktisch vorgehen", verrät Sczypa. Je nachdem, wie gut die Mitstreiterinnen liefen, könne sein Schützling die Sprünge variieren. "Zwei Dreifach-Sprünge hintereinander sind möglich. Die wird sie aber nur zeigen, wenn es nötig ist. Sonst ist das ein zu großes Risiko."

Katharina Häcker nimmt bereits zum vierten Mal an den nationalen Titelkämpfen teil. Als 13-Jährige machte sie mit dem vierten Platz auf sich aufmerksam. Mit 14 wurde die Nachwuchshoffnung Sechste. Zu Unrecht, wie Peter Sczypa findet: "Sie hat die beste Kür geliefert." Die Revanche folgte zwölf Monate später mit dem souveränen Meisterschaftserfolg. dpa

 

 

   zurück zur Artikelauswahl

 

www.merc-online.de