Aus dem  
MERC-Gala - ein Wintermärchen auf schnellen Kufen
EISKUNSTLAUF: Im Herzogenried wird den 1000 Zuschauern Meisterliches geboten / Joachim-Schilling-Pokal gestiftet

Von unserem Redaktionsmitglied Angelika von Bülow

Eleganz und Sportlichkeit in Harmonie, das zeigte die Eiskunstlauf-Gala des MERC in großartiger Weise. Zum 50. Geburtstag des Landes boten die Mannheimer Stars und Talente auf und ernteten begeisterten Applaus der rund 1000 Zuschauer. Mehr passten nicht ins Eissportzentrum Herzogenried. Leider, wie der SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Mark betonte, der als ehemaliger Sportbürgermeister für eine auch zuschauergerechte Halle plädiert hatte.

Weder Kosten noch Mühen scheuten an diesem Abend die MERCler, allen voran Vorsitzender Dr. Thomas Bienert und seine Helferschar. Lutz Pauels, Präsident des Eissportverbandes Baden-Württemberg, war, ebenso wie der Vertreter der Stadt, Claus-Peter Sauter, begeistert: "Eine großartige Veranstaltung." Das fanden auch die Zuschauer, die zu Beginn mit einem Querschnitt durchs Nachwuchsprogramm unterhalten wurden. In einer Winterlandschaft tanzten Schneeflöckchen, Schnell-Läufer flitzten umher, Schlittenfahrer schlidderten übers Eis, Paare von anno dazumal drehten sich im Walzertakt - eine wunderschöne Choreografie.

Und dann der Reigen der Stars. Dr. Stefan Pfrengle fand als mehrfacher deutscher Paarlaufmeister immer die richtigen Worte für die Akteure: Die kesse Sarah Hecken, baden-württembergische Neulinge-Siegerin 2002 mit beachtlichen Sprüngen und die Rising-Stars, die im Synchron-Lauf den großartigen Shooting-Stars nacheiferten - die später eine an die Glanzzeiten der amerikanischen Revue angelehnte Show zeigten -, bewiesen eindrucksvoll, was aus den eigenen Reihen erwächst. Weitere Glanzlichter aus dem MERC-Kader: Die deutsche Meisterin Katharina Häcker, die beides eindrucksvoll vorführte: Sport in Vollendung und Showelemente. Oder Mandy Valentine, die deutsche Nachwuchsmeisterin 2002. Charmant, elegant, mit höchster Sprungkraft, die junge Dame wird noch Großes leisten. Zur Gala war eigens der stolze Papa Chris Valentine, Coach der Krefelder DEL-Mannschaft angereist. Norman Keck, ebenfalls deutscher Nachwuchsmeister, zeigte die männliche Komponente aus Kraft und Grazie vortrefflich. Im Paarlauf glänzten Nicole Nönning und Matthias Beyer aus der deutschen Paarlauf-Meisterklasse, Miriam Steinel und Vladimir Tsvetkov, deutsche Juniorenmeister dieses Jahres, oder Rico Rex und Eva Maria Fitze. Sie hatte lange ausgesetzt und bewies eindrucksvoll, dass mit ihr wieder zu rechnen sein wird. Ein Traum: Kati Winkler und René Lohse, die vielfachen deutschen Meister im Eistanz. Graziös schwebten sie über die schimmernde Fläche, er trug sie auf Händen, sie umschmeichelte ihn kokett. Der Junioren-Weltmeister 2000, Stefan Lindemann, dominierte mit Kraft und enormen Sprüngen.

Umwerfend Laurent Tobel. Der Franzose mit Meisterehren riss in einer Parodie auf Katharina Witt alle von den Sitzen. Nicht minder hinreißend Andrejs Vlascenko. Der deutsche Meister musste bei seinem Mambo Number five eine Zugabe geben. Akrobatisch großartig zeigten sich Violetta und Pete aus Toronto mit atemberaubenden Kunststücken. Larissa Vetter, der baden-württembergischen Meisterin, der Juniorenmeisterin Denise Zimmermann und auch Juniorenweltmeisterschafts-Teilnehmerin Christiane Berger stehen alle Türen offen: Ihr Können stellten sie eindrucksvoll unter Beweis. Für gute Laune sorgte "Oberbrandwachtmeister Brändchen" mit seinen Gags, für Besinnung die Übergabe des Joachim-Schilling-Pokals, den der MERC in Erinnerung an den in diesem Jahr verstorbenen Eislauflehrer jährlich an den Nachwuchs vergeben möchte und der dem Landesverband zu diesem Zweck überreicht wurde. Beim furiosen Finale kamen alle aufs Eis, die diese Gala zu einem unvergesslichen Erlebnis machten.

Mannheimer Morgen:  

Weltklasse stellt ihr Können unter Beweis
EISKUNSTLAUF: Gala des Mannheimer ERC am Samstag im Zentrum Herzogenried

Wenn der Mannheimer ERC am Samstag zu seiner großen Gala ins Eissportzentrum Herzogenried lädt, dann haben die Eiskunstlauffans der Region die große Chance, nicht nur einige absolute Weltklassesportler zu bewundern, sondern auch die vielleicht größte deutsche Paarlaufhoffnung. Zwar dürfen Mikkeline Kierkgaard und Norman Jeschke wegen eines Verbandswechsel der Dänin erst in der Saison 2003/2004 international auf das Eis, doch bei den deutschen Meisterschaften wollen die 18-Jährige aus Hundested und der 23-jährige Berliner, der zuvor mit Marina Kautz schon WM-, EM- und Olympiaerfahrung sammelte, wenigstens national ihre Visitenkarte abgeben.

Übrigens hat sich das Paar, das in Berlin von Meistermacher Knut Schubert betreut wird, per E-Mail gefunden. Norman fragte die dänische Meisterin und EM-Siebte der Damen, ob sie sich auch den Paarlauf vorstellen könne und die sogar von Olympiasieger Robin Cousins hoch gelobte Mikki sagte sofort zu.

Keine Unbekannten auf nationalem und internationalem Eisparkett sind der Juniorenweltmeister und zweifache deutsche Meister Stefan Lindemann (Erfurt), der mehrfache nationale Meister, WM- und Olympiateilnehmer Andrejs Vlascenko (München) oder auch die zu den Top-Acht der Welt gehörenden Eistänzer Kati Winkler/Ren Lohse (Berlin) - diesen olympischen Rang erreichten sie in Salt Lake City. Noch auf dem Weg nach ganz oben befinden sich dagegen die Sieger der deutschen und Vierten der Juniorenweltmeisterschaften Miriam Steinel/Vladimir Tsvetkov. Wie Lohse/Winkler trainieren die Beiden in Oberstdorf bei Martin Scotnicky, dessen Ehefrau Gudrun übrigens aus Mannheim stammt: Unter ihrem Mädchennamen Basler feierte sie mit Eberhard Rausch viele Paarlauferfolge.

Auf Grund ihrer sportlichen Vergangenheit wird sie besonderes Interesse an Nicole Nönning/Matthias Beyer haben, einem erstmals im Dezember in der Meisterklasse gestarteten Paar aus Chemnitz, das von Ingo Steuer trainiert wird. Der wiederum war mit seiner Partnerin Mandy Wötzel der bislang letzte international richtig große Vertreter seiner Sparte und setzt große Hoffnungen auf sein junges Duo. Die Lokalmatadore bei der Gala werden noch gesondert vorgestellt. sd

Eiskunstlaufgala des MERC am Samstag, 19.30 Uhr, Eissportzentrum Herzogenried. Preise: 25 und 28 Euro (Kinder 15/18 Euro). Das Gala-Plus-Paket beinhaltet ein von Giovanni Scurti gekochtes Menü (ab 18 Uhr) und ist für 55 (30) Euro zu haben. Kartenvorverkauf: Touristinformation am Hauptbahnhof (Tel. 0621/10 10 11) oder an der Abendkasse (nur Bargeld).

   

Charmante Kufenkünstler auf dem Eis
Show und Spitzensport bei der Internationalen Eiskunstlauf-Gala des MERC im Herzogenried
 

 

Mannheim. Der Eiskunstlauf hat in Mannheim eine besondere Tradition, für die Namen wie Gudrun und Walter Häfner, Gudrun Basler/Eberhard Rausch, Stefan Pfrengle oder Claudia Leistner stehen. Alljährlich sorgt der MERC mit der Durchführung von Meisterschaften, dass der Sport in aller Munde bleibt, alle zwei Jahre organisiert er zudem eine Gala, in der auch die Show ihren Platz hat.

National und international renommierte Kufenkünstler werden am Samstagabend nicht nur das Publikum im Eissportzentrum Herzogenried verwöhnen, sondern auch dem Land Baden-Württemberg zum 50. Geburtstag gratulieren.

Dass der MERC bei der Präsentation von Stars wie den WM- und Olympiateilnehmern Kati Winkler/Rene Lohse (Eistänzer, Berlin), Andrejs Vlascenko (München) und Stefan Lindemann (Erfurt) in großem Maße auch auf eigene Sportler zurückgreifen kann, liegt an den deutschen Meistertiteln, die Katharina Häcker, Denise Zimmermann, Mandy Valentine und Norman Keck in der vergangenen Saison gewannen. International erfolgreich waren zudem Christiane Berger und die Synchronformation Shootingstars mit ihren beeindruckenden Bildern.

Sie alle gehören zur jungen Garde, haben die Zukunft noch vor sich, ebenso wie die Eistänzer Miriam Steinel/Vladimir Tsvetkov (München) oder die Paarläufer Nicole Bönning/Matthias Beyer (Chemnitz) und Mikkeline Kierkgaard/Norman Jeschke (Berlin).

Im Showteil der Gala präsentieren sich die US-amerikanischen Varieteekünstler Violetta und Pete auf dem Eis, sorgt der französische Profi Laurent Tobel für Lacher und erinnert "Brandschutzmeister Brändchen" alias Bernhard Bentgens auf witzige Weise an den Brand 1988 im Eissportzentrum Herzogenried, in dem an diesem Abend eleganter Sport erlebt und auf vergnügliche wie eindrucksvolle Weise präsentiert wird. Schließlich versprechen die Veranstalter den Zuschauern der internationalen Gala "ein Feuerwerk aus Kunst und Sport" sd

Details im Internet unter www.merc-online.de

 

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