Aus dem  
Gold, Gold, Gold - 
MERC sahnt kräftig ab
EISKUNSTLAUF: Mannheimer springen bei den Baden-Württembergischen aufs Treppchen

Von unserer Mitarbeiterin Sibylle Dornseiff

Fünf Titel und eine Silbermedaille gewannen die Eiskunstläufer des Mannheimer ERC bei den baden-württembergischen Meisterschaften im Eissportzentrum Herzogenried. Aber so richtig glücklich waren zunächst nur Juniorensiegerin Larissa Vetter und Norman Keck, der gar nicht auf dem Podest stand. Doch gelangen dem 15-jährigen Schützling von Trainer Günther Zöller in der Meisterklasse erstmals drei verschiedene Dreifach-Sprünge, die ihm das Tor zum Bundeskader weit öffnen -wenn ihm eine solche Vorstellung noch einmal gelingt. Einigermaßen zufrieden war auch Adrian Schager, der als jüngster unter den Herren Sechster wurde.

Aus dem Heer der Lokalmatadoren kam aber nur eine einzige völlig fehlerfrei durch das Programm: Larissa Vetter, die bei den Juniorinnen im Kurzprogramm und in der Kür souverän dominierte, erstmals einen "Dreifachen" und einen Doppelaxel sicher stand und - trotz ihrer erst zehn Jahre -schon in die baden-württembergische Meisterklasse aufgestiegen ist. "Ich bin total zufrieden, sie ist super gelaufen", war auch Trainerin Claudia Leistner-Pfrengle glücklich. "Wenn sie bei den deutschen Nachwuchsmeisterschaften ebenso läuft, hat sie gute Medaillen-Chancen." Viel Lob von allen Seiten für seine Vorstellungen erntete auch Junior Thomas Königsmann, der das zweite MERC-Gold sicherte.

Richtig geärgert über sich selbst hat sich dagegen Denise Zimmermann nach ihrer Kür der Meisterklasse. "Ich bin viel zu unsauber gelaufen. Ich wollte meine neuen Dreifachen Lutz, Rittberger und Flip probieren; das hat im Kurzprogramm teilweise und nur beim Einlaufen der Kür ganz geklappt", ließ sie sich nur schwer trösten. "Manchmal ist ein Heimvorteil eher ein Nachteil", kommentierte MERC-Präsident Dr. Thomas Bienert auch die nervöse Vorstellung von Mandy Valentine, die, so Trainer Zöller, "längst nicht das gezeigt hat, was sie drauf hat." Aber spätestens bei der Siegerehrung konnten die 14-jährige Denise und die zwei Jahre jüngere Mandy wieder lachen, denn schließlich hatten die Konkurrentinnen keinerlei Vorteil aus ihren Schwächephasen gezogen. Den Gold- (Denise) und Silberplatz aus dem Kurzprogramm behaupteten so beide auch in der Kür und machten das Fehlen von Katharina Häcker wett. Um den Start bei der Juniorenweltmeisterschaft nicht zu gefährden, pausierte die 16-Jährige wegen Knieproblemen auf Anraten des DEU-Verbandsarztes Dr. Stefan Pfrengle. "Wir kennen Katharina. Wenn es notwendig gewesen wäre, hätte sie sich nicht geschont", hat DEU-Präsidiumsmitglied und MERC-Fachwartin Elke Treitz klare Prioritäten gesetzt.

Das Talentreservoir des MERC scheint unerschöpflich, denn beim Nachwuchs machte Sarah Hecken auf sich aufmerksam. Obwohl sie nach Platz eins im Kurzprogramm in der Kür einen rabenschwarzen Tag erwischte und auf Rang fünf abrutschte, ist die Achtjährige dank ihrer Vorleistung zu den Juniorinnen aufgestiegen. Keine Konkurrenz im Kampf um Gold hatten die beiden Synchronformationen Shooting Stars (Meisterklasse) und Rising Stars (Nachwuchs), die dennoch volles Risiko gingen und dafür vom Publikum mit viel Beifall bedacht wurden. Weitere Ergebnisse: Nachwuchs A/I: 6. Jessica Exner, 7. Carolin Morlock; A/II: 6. Desire Szelpal. Juniorinnen: 5. Jaqueline Lohrbächer, 7. Geneieve Brewer. Meisterklasse-Sieger Frederik Pauls (Esslingen) gewann auch den Eugen-Romminger-Pokal.

 

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